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„In eines Stromes Schnelle
schwamm einstens eine Schelle,
die schwamm zwar blitze schnelle,
doch sie kam nicht von der Stelle.

Es schoss das Wasser helle
auf dem Weg von seiner Quelle
über jene Wasserschwelle,
dies es teilt an dieser Stelle.

Allein es hielt die Schelle,
das Wasser fest an dieser Stelle,
im Strudel schellend helle,
hindernd an der Weiterfahrt nach Melle.

Da sagte sich die Schelle:
Dann schwimm ich halt nach Celle!
Das schaff ich auf die Schnelle,
komm ich erst raus aus dem Gefälle.

Das ist ja wie in einer Zelle,
zu schwimmen nur auf einer Stelle,
keiner hört hier meine grelle
Stimme in der rauen Welle.

Man hört ein raues Hundebellen
tief aus Hundekehlen quellen,
besser als das leise Schellen
von uns kleinen Schellen.

Vielleicht sollt’ ich mir 2 Kellen
Mal im Internet bestellen
und sie scheppernd aneinander prellen?
Ach, da könnt ihr Euch ein Ei drauf pellen!

Ich werd’ mich nicht verstellen,
sondern einfach weiter schellen.
Hier und auch an anderen Stellen
hört man mein Schellen gellen.“

Autor: Jens Wohlkopf
Quelle: [URL]http://www.2rhyme.ch/Gedicht/topijny4/die-schelle[/URL]



Gepostet am 14.11.2018 um 22:40 von:
Benutzer: Tappi
Der Orginal-Beitrag :
https://www.retter-radio.de/radioforum/thread.php?postid=86268#post86268