Sie ist Sängerin, Songschreiberin, Schauspielerin und Synchronsprecherin
Sie gilt als die "Godmother of Punk" Deutschlands und prägte die Neue Deutsche Welle entscheidend mit.
In der DDR strebte Hagen zunächst eine Schauspielkarriere an, wurde aber von der Schauspielschule abgelehnt, da sie aufgrund der Beziehung ihrer Mutter zum Dissidenten Wolf Biermann als politisch unzuverlässig galt. Trotzdem übernahm sie in den 1970er Jahren Rollen in DEFA-Filmen und im DDR-Fernsehen. Parallel dazu sang sie im Reinhard-Lakomy-Chor, bei Bands in Polen und schließlich im Orchester Alfons Wonneberg.
1974 schloss sie ihre Gesangsausbildung als staatlich geprüfte Schlagersängerin ab und wurde von der Gruppe Automobil entdeckt. Ihr erster Hit war "Du hast den Farbfilm vergessen". Nach der Ausbürgerung Biermanns 1976 nutzte sie die Gelegenheit zur Flucht in den Westen und tauchte in die britische Punkszene ein.
Nach ihrer Übersiedlung gründete sie 1977 die Nina Hagen Band in Berlin. Mit der Single "TV-Glotzer" und dem Album "Nina Hagen Band" feierten sie große Erfolge.
In den 80er und 90er Jahren thematisierte sie in ihrer Musik und in der Öffentlichkeit ihre UFO-Theorien, Spiritualität, Religion und ihren Einsatz für den Tierschutz.
Sie lebte zeitweise im Ausland, kehrte aber 1986 nach Deutschland zurück und präsentierte sich als Punkrock-Diva.
Sie sang 1998 eine neue Vereinshymne für den 1. FC Union Berlin ein.